.: TCM :.


Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) ist ein mehrere Jahrtausende altes Heilsystem, das eine hervorragende Ergänzung zu den westlichen Behandlungsverfahren darstellt.
Die TCM geht davon aus, dass alle Funktionen des Körpers auf verschiedenen Ebenen reguliert werden. Die Entstehung eines Symptoms wird demnach als Problem ungenügender regulativer Kräfte verstanden. Mit den diagnostischen Techniken der TCM, wie zB. der Puls- und Zungendiagnose, können Abweichungen oder Blockaden innerhalb des natürlichen Gleichgewichtes erfasst und zugeordnet werden. Es wird auf diesem Wege eine eigenständige „chinesische Diagnose“ erstellt.


Bewährt hat sich der Einsatz der TCM in einer Vielzahl unterschiedlicher Erkrankungen und Beschwerdebilder. Hierzu gehören zB.:


  • chronische Schmerzen
    (Migräne, Cephalgie, Schulter-, Rücken, Hüft- und Knieschmerzen etc.)
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates
    (Daumensattelgelenksarthrose, "Rheuma")
  • Magen-Darm Erkrankungen
    (zB. chronischer Durchfall, Reizdarm, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn)
  • gynäkologische Beschwerden
    (Regelbeschwerden, Kinderwunsch, klimakterische Beschwerden)
  • Hauterkrankungen
    (Neurodermitis, Psoriasis, Akne, Juckreiz, Urtikaria etc.)
  • Lungenerkrankungen
    (Asthma, chronische Bronchitis, Sarkoidose etc.)
  • chronische Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung)
  • trockene Augen
  • Zungenbrennen
  • chronische Wunden
  • Allergien (Heuschnupfen etc.)
  • Leistungsschwächte, chronische Müdigkeit
  • Neurologiche Systemerkrankungen (zB. multiple Sklerose)

Darüber hinaus können mit der TCM oft auch Beschwerden „unklarer“ Ursache behandelt werden, die mit der westlichen Medizin nicht weiter zugeordnet werden können. Auch bei schweren Erkrankungen wie z.B. in der Krebstherapie kann die TCM der schulmedizinischen Behandlung hilfreich zur Seite stehen.


TCM Kräuter


Die chinesische Arnzeimitteltherapie arbeitet vorrangig mit Bestandteilen getrockneter Heilkräuter. Aus der Vielzahl der einzelnen Pflanzen wird entsprechend der chinesischen Diagnose eine individuelle Rezeptur erstellt. Die Einnahme der Heilkräuter erfolgt überwiegend in Form eines Tees („Dekokt“). Der Geschmack der Kräutertees ist - freundlich ausgedrückt – oft etwas gewöhnungsbedürftig. Es gilt sich jedoch klarzumachen, dass es sich hierbei um Medizin und nicht um ein Getränk für die Tee-Tafel handelt. In Wien gibt es bereits zahlreiche TCM Apotheken, die durch strenge Kontrollen eine Arzneimittelqualität nach westlichem Standard garantieren, viele schicken die Kräuter auch gerne in die umliegenden Bundesländer. Die Arzneirezeptur kann als Dekokt (stundenlang gekochte Kräutersuppe), als Granulat (mit heissem Wasser auflösen) oder auch als Waschung oder Salbe verschrieben werden.